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Philosophie


Klassischer Tanz ist in Europa die älteste Bewegungstechnik, die uns die ganze Palette der Bewegungsmöglichkeiten aufzeigt und sie dem Tänzer körperlich erfahrbar macht.
Es gibt keine andere Technik mit diesem hohen Ausmaß an Präzision, Komplexität, Eleganz und Theatralik.
Der König von Frankreich, Ludwig XIV (der Sonnenkönig), der selber begeisteter Laientänzer war, initiierte die Entwicklung des Balletts. Er gründete 1661 die "Académie Royale de la Danse", wo die Grundformen des Balletts festgelegt wurden, die bis heute Ihre Gültigkeit besitzen.
Die Grundformen des klassischen Tanzes wurden von Männern gelegt (Beauchamps, Lully, Louis Pécourt, u.a.).
Eben diese Inhalte, wie Ästhetik und Noblesse, sowie die Freude am Tanzen, die mich während meiner ganzen Laufbahn begeistert und vorwärts getrieben haben, möchte ich meinen Schülern/Schülerinnen weitergeben.
Selbstverständlich muss die technische Ebene immer mit einem Höchstmaß an Verantwortung und Professionalität vermittelt werden. Hierbei ist es irrelevant, ob ein Schüler/eine Schülerin Ballett zu seinem/ihrem Beruf machen möchte oder nur als Hobby betreibt.
Im ersten Fall werden die technischen Anforderungen und die Intensität des Trainings um ein Vielfaches gesteigert, aber in beiden Fällen ist es mein Wunsch, dass die Schüler Inhalte des klassischen Tanzes, wie Noblesse, Würde, Respekt und Selbstachtung, in ihr Leben integrieren.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Resultate zu erzielen. Freude am Tanzen, Ausdauer und Zielstrebigkeit ist eine. Dadurch kann durchaus mit der entsprechenden Veranlagung eine hohe professionelle Ebene erreicht werden. Natürlich werden nur Wenige Profis werden, aber alle werden Erfolge und Freude an Ihrem Können haben, wenn Begeisterung der Motor ist, der sie antreibt.
Eine altmodische und in meinem Beruf immer noch sehr verbreitete Meinung ist, dass man durch Drill, Zwang und Schmerz Resultate erreicht. Die Ergebnisse sind dann jedoch in den meisten Fällen Artistik und seelenlose Uniformität.
Selbstdisziplin, Konzentration und Arbeit am eigenen Körper muss sich über die Begeisterung für die Ballettkunst und das Erspüren der eigenen Freude entwickeln.
Die Begeisterung zu wecken, ist Aufgabe des Meisters.
Dann bekommt die Balletttechnik immer mehr Verbindung mit eigenen Empfindungen und kreativen Vorstellungen (eine gute Haltung, erhöhte Flexibilität, gesteigerte Konzentrationsfähigkeit, ein positives Gefühl für den eigenen Körper, usw. sind dabei angenehme Nebenerscheinungen).

Noverre sagt über das Ballett in seinem Buch "lettre sur la danse" 1760:
"Ein Tänzer muss ein von der Phantasie Entfesselter sein"